Rodeln ist ein Sport mit jahrtausendealter Tradition. Früher nutzte man große Schlitten, um Güter im alpinen Gelände zu transportieren und kleinere Varianten als praktisches Fortbewegungsmittel bei Schneelage. Heute wird Rodeln immer mehr zum Breitensport für die ganze Familie. Die Auswahl an Gefährten ist groß und Qualitätsmodelle sind heiß begehrt. Aber wo kommen diese eigentlich her? Der Massenmarkt wird großteils maschinell produziert. Doch auch traditionelle Handwerksbetriebe – wie den der Familie Prantner – gibt es noch. Wir haben einen der letzten Rodelbauer Tirols getroffen und uns bei ihm umgesehen.

Ein seltenes Handwerk

Stefan Prantner ist stolz auf seinen seltenen Beruf. Wo das Gewerbe noch von Hand praktiziert wird, hält man die Kunstfertigkeit umso höher. „Rodelbauer kann man heute nicht mehr lernen.“ weiß der Siebenundzwanzigjährige zu berichten „das Handwerk hat sich aus der Wagnerei entwickelt, aber die ist nicht mehr gefragt.“ Deshalb hat Stefan zunächst Tischler gelernt, bevor er den Familienbetrieb übernahm. Das Rodel-Gen seiner Vorfahren lebt in ihm weiter, genauso wie die Leidenschaft für sein Handwerk: „Eine gute Rodel ist mehr als zwei Kufen und ein Fahrgestell. Sie ist wie ein guter Freund, mit dem man über viele Winter Spaß hat.“ Damit viele gute Freunde das Licht der Welt erblicken, hilft beim Rodelbauer Prantner die ganze Familie zusammen. Während Vater und Sohn für den Bau der Rodeln verantwortlich sind, übernimmt Mutter Prantner Feinarbeiten und bespannt etwa Sitzflächen oder lackiert das Holz. Die Erfahrung aus fünf Generationen fließt so in jedes Modell und jede Rodel wird zum Tiroler Einzelstück.

Eine gute Rodel ist mehr als zwei Kufen und ein Fahrgestell. Sie ist wie ein guter Freund, mit dem man über viele Winter Spaß hat.

Qualität aus Tradition

In jedem Rodelbauerbetrieb gibt es wie in jeder guten Küche Eigenheiten und geheime Arbeitsschritte. Die Familie Prantner hat ihren ganz eigenen Stil entwickelt, ohne sich jedoch zu weit von der traditionellen Machart klassischer Modelle zu entfernen. Was verraten werden darf, ist, dass im ersten Arbeitsschritt die Grundteile der Rodel aus fünf Zentimeter starken Holzblöcken geschnitten werden. Eschenholz bietet dabei die bevorzugten Eigenschaften. Bis zum fertigen Endprodukt sind es rund 40 weitere Arbeitsschritte. „Jedes Jahr produziere ich so ungefähr 200 Stück, jeden Tag muss eine Rodel fertig werden“, erzählt Stefan. Kein Wunder, denn der Andrang auf die beliebten Stücke ist groß. Die Kunden schätzen die gut lenkbaren Unikate aus Meisterhand. Umso überraschender, dass solche Rodeln durchaus erschwinglich sind. Regionale Qualitätsprodukte gibt es ab 100 Euro. Spezialanfertigungen und High-Tech-Geräte können bis zu 400 Euro kosten. Die Auswahl reicht von klassischen Kinder- Jugend- und Erwachsenenrodeln bis zu Sportrodeln und exklusive Anfertigungen nach Sonderwünschen.

Expertentipps zur Rodelpflege

 „Bei richtiger Wartung hält eine Rodel locker 40 Jahre, oft ein Leben lang.“ Für die Aufbewahrung eignen sich trockene Räume mit gleichbleibender Temperatur. Von Garagen und feuchten Kellern ist abzuraten – die Feuchtigkeit ist schlecht fürs Holz und lässt die Kufen rosten. Damit die Freude an der Rodel lange währt, empfiehlt der Experte, besonders auf die Pflege der Kufen zu achten. Stahl und Eisenschienen, aber auch das Holz sollten nach jedem Schneekontakt mit einem weichen Tuch abgewischt werden. Außerdem gehört es zur Wartung, die Kufen regelmäßig trockenzuwachsen. Etwa mit Skiwachs, das mit einem Schwamm aufgetragen wird. Wenn es trotzdem einmal zum Rostbefall kommt, können die Schienen von einem professionellen Rodelbauer abgeschliffen werden. Vom Selbstversuch mit der Flex ist dagegen abzuraten.

Danke Stefan, für die spannenden Einblicke!

Zanier Hallstatt – Der Handschuh für Rodelbegeisterte.

Nicht nur die Rodel macht das Rodelglück. Dazu gehört schon etwas mehr. Eine schöne Rodelpiste. Gute Schneeverhältnisse. Menschen, die den Ausflug zum Erlebnis machen. Was hingegen nicht zum Rodelglück gehört, sind zitternde Hände und eisige Finger. Die Tipps vom Rodelexperten Prantner hast du ja schon. Fehlt nur noch der Tipp vom Handschuhexperten Zanier. Für Begeisterung beim Rodeln bis in die Fingerspitzen empfehlen wir den Zanier Hallstatt. Ein robustes Traumpaar mit lederverstärkten Innenflächen, wärmendem Material und funktionaler Verarbeitung, dank der du deine Rodel jederzeit bestens kontrollieren kannst.