Auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist: wenn du einen Traum hast, kannst du ihn verwirklichen. Im Sport gibt es immer wieder die bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten. Der britische Slalomspezialist Dave Ryding ist so ein Beispiel. Bis ins Alter von zwölf Jahren jagte er seinen Traum auf kurzen, mit Plastikmatten ausgelegten Pisten in England. Schnee kannte er kaum. Heute findet man ihn dennoch auf dem Podium des FIS Weltcups. Im Zanier-Interview erzählt er von seinem ungewöhnlichen Weg an die Weltspitze und die Herausforderungen, die einem dort begegnen.

Mein Leben basiert darauf, ein besserer Slalom-Skifahrer zu werden, aber das ist etwas, was ich sehr gerne mache.

Dave, als Engländer ist es eher ungewöhnlich, sich dem Skisport zu widmen und noch ungewöhnlicher, darin Profi zu werden. Was hat deine Leidenschaft inspiriert?

Als Kind war meine Familie einmal im Jahr auf Skiurlaub in den Alpen. Um mitzudürfen, musste ich Skifahren lernen, da mein Vater nicht auf mich warten wollte. Das war ein großartiges Ziel, und sobald ich mit dem Skifahren auf den Kunststoffpisten in England begonnen habe, war ich verliebt. Ich durfte ein Jahr später mit in den Urlaub fahren und WOW, Schnee macht so viel mehr Spaß! Ich liebe die Berge und ich liebe den Wettbewerb, also habe ich mein Bestes gegeben, um ein professioneller Skifahrer zu werden. Ich bin glücklich, meinen Traum jetzt leben zu dürfen.

Bis zum Alter von zwölf Jahren hast du auf Matten trainiert. Wie kann man sich das vorstellen?

Meine Piste war ein 130 Meter langer Hang aus Kunststoffborsten. Manchmal sah man, wie die Matten im Sessellift befördert wurden. Aber wir Kinder hatten Spaß, gegeneinander Rennen zu fahren und es hat in mir die Leidenschaft für den Skisport entfacht.

Die Geschichte des BSS (British Ski and Snowboard Team) erinnert etwas an den Film „Cool Runnings“. Herrscht bei euch auch so ein besonderer Teamgeist?

In meinem Trainerteam sind allesamt Briten und entweder gleich alt oder jünger als ich. Wir sind die meiste Zeit des Jahres zusammen unterwegs und haben einen sehr guten Team-Vibe. Ich weiß, dass meine Jungs alles geben, um mir zu helfen. Das treibt mich vorwärts!

Heute bist du wettkampfmäßig auf den berühmtesten Skipisten der Welt unterwegs. Schaust du jemals zurück und wunderst dich, wie das alles zustande kam?

Ja, die ganze Zeit… Ich denke mir, warum hat ein Typ aus Großbritannien jemals von so etwas geträumt? Ich weiß immer noch nicht warum. Nur dass ich immer geliebt habe, was ich tue, und dass ich sehr kompetitiv bin. Mein Leben basiert darauf, ein besserer Slalom-Skifahrer zu werden, aber das ist etwas, was ich sehr gerne mache. Daher sehe ich es nicht als Opfer, sondern als meinen persönlichen Lebensweg!

Seit deinem ersten FIS-Rennen im Jahr 2002 hattest du Zeit, im BSS zu wachsen und konntest deine Ergebnisse kontinuierlich zu verbessern. Was war für dich der größte Erfolg?

Das Weltcup-Podium in Kitzbühel und die Gesamtplatzierung unter den Top 15 der Welt sind für mich sehr erfüllend. Ich finde die Unterstützung erstaunlich, die ich auch von allen anderen Nationen bekomme. Österreichische Fans scheinen es zu lieben, ein Foto mit mir zu machen – vielleicht sogar mehr als mit ihren eigenen Jungs. Ich schätze, ich bin eine Art Skianomalie. Vielleicht bin ich das seltsame Tier im Zoo, das jeder gerne sehen möchte (lacht).

In der vergangenen Saison hast du mit dem zweiten Platz im renommierten Kitzbüheler Slalom überraschen können. (Zanier ist übrigens sehr stolz, mit dir Zweiter geworden zu sein) Hattest du an diesem Tag das Gefühl, dass etwas Besonderes passieren könnte?

Nein im Gegenteil… Ich habe wirklich schlecht geschlafen. Es ist mir davor noch nie gelungen ein Rennen in Kitzbühel zu beenden, also sagte ich mir: „Beende einfach die zwei Runs und schnapp dir so viel Punkte wie möglich.“ Im Endeffekt gewann ich 80 Weltcuppunkte und die nächsten Wochen waren einfach nur verrückt!

In die Saison 2018/19 bist du nicht als Außenseiter gestartet. Fühlst du dich in dieser neuen Rolle wohl?

Ein Stück weit habe ich ja schon letzte Saison damit gekämpft und ich musste erst lernen, damit umzugehen. Aber jetzt ist es normaler und ich bin glücklich, wo ich bin. Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich noch mehr zu beweisen habe!

Was ist für dich der angespannteste Moment eines Rennens?

Nach der Besichtigung. Wenn ich weiß, ich habe jetzt nur einen Versuch für den Lauf und der muss sitzen. Das ist schwer.

Und während des Laufs, hast du da ein Gefühl, ob du schnell unterwegs bist oder nicht?

Nicht immer, nein. Mir scheint, wenn du denkst, du bist schnell, bist du eigentlich immer langsam!

Welche Rolle spielt Equipment für dich als Profisportler?

Ausrüstung auf höchstem Niveau bedeutet im Profisport eine Menge. Vom Helm, bis zur Einstellung der Skier: je wohler ich mich fühle, desto besser kann ich arbeiten. Speziell an Zanier liebe ich, dass sich die Produkte immer weiterverbessern. Handschuhe sind für mich nicht nur für die Wärme wichtig, sondern auch im Kampf gegen die Slalomstangen und für ein insgesamt gutes Gefühl. Meine Zanier Rennhandschuhe bieten viel Schutz und sind trotzdem komfortabel. Das liebe ich.

Was sind deine Ziele für die Saison 2018/19?

Ich möchte immer in den Top 10 sein und ein Podium wäre wieder fantastisch. Ich möchte mich durch meine Saison hindurch steigern, letztes Jahr bin ich im Januar wirklich von der Form abgefallen… Ich muss dieses Jahr länger an der Spitze meines Leistungsniveaus bleiben!

Gibt es ein Rennen, auf das du dich besonders freust?

Madonna di Campiglio ist mein Favorit, aber auch die Atmosphäre in Österreich ist verrückt! Ich liebe die Menschenmassen, es liegt eine echte Spannung in der Luft und das bringt uns Skifahrer auf die nächste Stufe!

Danke für das Interview und viel Erfolg in 2019!

Gate Killer – der Name ist Programm

Profis vertrauen auf den Gate Killer. Dave Ryding holte damit Silber in Kitzbühel und im Slalomweltcup eine Top 10 Gesamtplatzierung. Der Gate Killer wurde speziell für die Bedürfnisse von Skirennsportlern entwickelt und schützt mit federleichten Protektoren vor den harten Schlägen der Torstangen. Trotz der robusten Oberhandkonstruktion bietet er angenehmen Tragekomfort. Auf der Piste muss der Kopf frei sein. Gut, wenn du beim Kampf um Sekunden nichts zurückhalten musst und mit dem Gate Killer deine alte Bestzeit begraben kannst.