Trendsport hin oder her: Wer sich mit 80 km/h und mehr auf dem Mountainbike den Berg hinunterstürzt, muss ein bisschen verrückt sein. Downhillen heißt die adrenalingeladene Action, die Profi Rene Unterwurzacher liebt und lebt. Er ist seit rund 20 Jahren in der Downhill-Szene unterwegs. In unserem Interview kommt Rene gleich in Fahrt und spricht über Extreme, Schnelligkeit und den faszinierenden Sport auf zwei Rädern.

Ein echter Downhiller kennt keinen Schmerz. Und keine Gnade. Das Bergabfahren mit dem Mountainbike führt Könner über schmale, steile, steinige Trails hinab ins Tal. Der Lienzer René Unterwurzacher fährt den Berg nicht einfach hinab, er lebt für diesen Sport! Eine gefährliche Leidenschaft, die extremer nicht sein könnte – stimmt´s, lieber René?

René: „Ich mag den Nervenkitzel beim Fahren. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, das ich dabei spüre. Ich kann alles geben und die Risikobereitschaft, am Limit zu fahren, ist einfach unglaublich. Das Tolle beim Downhill fahren ist, sein Können so weit wie möglich auszureizen und immer bis aufs Ganze zu gehen. Der Reiz liegt im Gefährlichen.“

ZANIER: „Was war deine spektakulärste Abfahrt?”

René: „Ich bastele mir meine Hindernisse manchmal selbst. Einmal habe ich mir ein Roadgap (= im Fachjargon ein Hindernis, z. B. eine Holzplatte, die unter anderem als Absprung zur Überquerung einer Straße dient) gebaut, das über eine Forststraße führte. Ich sprang acht Meter hoch und 14 Meter weit. Das Gefühl war unglaublich. Das war Adrenalin pur!“

ZANIER: „Welche Geschwindigkeiten kommen da auf?“

René: „Das ist schwer zu sagen. Je nach Streckenverlauf und Schwierigkeitsgrad sind es so circa 50 bis 70 km/h. Verläuft die Strecke optimal, kann man aber durchaus bis zu 80 km/h oder mehr an Höchstgeschwindigkeit gewinnen. Es ist schon ein sehr rasanter Sport.“

ZANIER: Welchen wichtigen Tipp zum Abfahren kannst du jedem mit auf den Weg geben?

René: „Immer schön locker bleiben. Das Körpergewicht und den Hintern nach hinten schieben, durch diese Gewichtsverlagerung bleibt die Gefahr eines Überschlags geringer. Und beim Fahren unbedingt in die Knie gehen. Heißt: Raus aus dem Sattel! Auch wenn der Weg holprig oder eng wird – niemals hinsetzen! Man hat im Stehen einfach viel mehr Kontrolle über seinen Körper und das Rad. Ein nützlicher Tipp ist auch, den Sattel vor dem Bergabfahren niedriger zu stellen. Dadurch kommt man automatisch leichter in den Stand.“

ZANIER: „Welche (persönlichen) Erfolge konntest du bisher feiern?“

René: „Ganz besonders stolz bin ich auf die Errichtung unseres Bikeparks in Lienz in Osttirol. Ich bin Obmann des Vereins‚ Ride Free – Downhill & Freeride Osttirol‘. Hier bin ich zum Beispiel für den Streckenaufbau und die Instandhaltung des Geländes zuständig. Der Park ist ein Statement für mein Team und mich. Er ist ein Zeichen, das wir setzen wollten, denn es musste etwas für unsere jungen Talente her. Mittlerweile ist der Bikepark weit über die Osttiroler Grenzen hinaus bekannt.“

ZANIER: „Natürlich freuen wir uns, ein sympathisches Talent wie dich zu unterstützen…“

René: „… und ich mich erst. Mit Zanier weiß man eben, was man hat. Zanier ist ein heimisches Produkt, was mir sehr viel bedeutet. Ich lege Wert auf Regionalität. Die Mountainbike-Handschuhe von Zanier schützen die Hände optimal. In den drei bis vier Jahren, in denen ich die Handschuhe nun schon teste, habe ich bisher kaum welche zerstören können. Die Qualität stimmt einfach. Und die Nachhaltigkeit ist auch super. Am liebsten habe ich den DOWNHILL. Den nutze ich auch aktuell. Er ist in der Handinnenfläche glatt und hat keine Nähte. Dadurch schützt er mich vor Reibung mit dem Lenker. Das fühlt sich gut an. Wichtig ist auch, dass ein Handschuh nicht zu dick ist, denn umso dicker, umso weniger Gefühl hat man beim Fahren.“

ZANIER: „Vielen Dank, lieber René, für das nette Gespräch. Und weiterhin allzeit gute Fahrt!“

 

Anmerkung der Redaktion: 

Auf die Frage, was er sonst noch gerne mache, antwortete René übrigens – wen wundert´s – mit: „Trails bauen und Freeriden“. Nun ja, wo die Liebe hinfällt … 🙂 

©Christoph Breiner

Ich mag den Nervenkitzel beim Fahren. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, das ich dabei spüre.